Engel & Co Gera
Systemhaus für komplexe Kommunikationslösungen
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CEBIT-PORTRÄT "Freies Wort"


(24.03.2004)
 

AUS HANNOVER BERICHTET KAI OPPEL
HANNOVER/GERA – Rings um Helmut Scheffel tobt das Tohuwabohu. Doch Mann mit den grauen Haaren, Vollbart und meist zusammengekniffenen Augen wirkt mit seiner freundlichen Gelassenheit, und dem weichen Geraer Dialekt wie ein Fels in der Brandung des riesigen Getöses, das große Unternehmen auf der CeBIT verursachen. Zur Ruhe hat der Thüringer Unternehmer allen Grund. Das Geschäft läuft und bereits am Eröffnungstag unterzeichnete er mit UNIFY ein wichtiges Übereinkommen.

Wenn sich Thüringens Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU) der Wirtschaft im Land einen typischen Schwiegersohn wünschen könnte, dann wäre es wahrscheinlich eine Kopie Scheffels. „Ich habe bis zur Wende im Fernmeldewerk Gera gearbeitet und bin in diesem Metier geblieben“, sagt Scheffel und freut sich leise. „Das war gut so.“ Ebenso pragmatisch wie einleuchtend klingt Scheffels Auffassung von der Marktwirtschaft: „Wenn wir uns in Thüringen alle gegenseitig die Haare schneiden, kommt dabei nichts rum.“ Der Mittelstand habe nur eine Chance mit Produkten, die außerhalb verkauft werden können. Und wie sind solche Produkte zu finden? „Durch Nachdenken“, sagt Scheffel.

Der Fernmeldetechniker hat gegrübelt. Vor 13 Jahren wurde in Gera das IT-Systemhaus „Engel & Co.“ gegründet. Die Mitarbeiter begannen, IT-Infrastruktur zu vertreiben und in anderen Einrichtungen Netzwerke einzurichten. Seit acht Jahren fühlt sich das Haus auch in der Softwareentwicklung wohl und entwickelt so genannte Billingsysteme. Eingesetzt werden solche Abrechnungssysteme von Telefongesellschaften – sie sind quasi die elektronischen Macher der Telefonrechnung, die monatlich ins Haus geflattert kommt.

Software für
Telefonrechnungen

Neben der Deutschen Telekom oder Call-by-Call-Anbietern gibt es alternative Telefongesellschaften. Die nutzen nicht nur die Leitungen der Telekom sondern verfügen selbst über eine eigene Infrastruktur. Solche Unternehmen wie die Jenaer Firma „jetz!“ oder die sächsische „chemtel“ rechnen ihre Verbindung mit der Software der „Geraer Engel“ ab.

Eine seit sechs Monaten besonders erfolgreiche Idee des 20-Mann-Betriebes aus Gera ist ein Produkt mit dem Namen „Ecomed.“ Auch bei dieser Geburt spielte die Fernmeldetechnik eine Rolle: Es handelt sich dabei um ein Abrechnungssystem für Patiententelefone und Patientenfernsehen in Krankenhäusern. Die Geraer haben ein Chipkartenlesegerät entwickelt, das am Krankenbett fleißig die Gebühren zählt. „Der Wandel des Krankenhausmarktes kommt uns hierbei sehr zugute“, erklärt Scheffel. Privatisierte Unternehmen müssten Geld sparen. Der Vorteil des Produktes sei, dass es separat angeschlossen werde. „Fiel bisher so ein Telefon runter, wurde es teuer.“ Das Kartenlesegerät aber arbeite einzeln. Zu Beginn der CeBIT einigten sich „Engel & Co.“ und „UNIFY“ darauf, dass UNIFY Schnittstellen in den Telefongeräten offen legt.

Genau in solchen Ideen und Überlegungen sieht Scheffel den Motor für den Thüringer Mittelstand. „Es geht darum, neue Lösungen für Produkte zu finden, die bereits auf dem Markt sind.“ Die Geraer wollen mit ihrem Produkt auch auf den westeuropäischen Markt. Gestern führte Scheffel auf der Computermesse ein Gespräch mit dem europäischen Raumfahrtkonzern EADS, das die Lösung bis nach Italien bringen soll.


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