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Sondermelder

Flammenmelder

Flammenmelder erkennen die mit dem menschlichen Auge sichtbare und unsichtbare Strahlung, einer offenen Flamme. Für die jeweilige Strahlungsart können spezielle Infrarot- oder Ultraviolett- Flammenmelder eingesetzt werden. Infrarotmelder können abhängig vom Gerätetyp auch auf heiße Rauchgase reagieren.

Ein Flammenmelder detektiert das Flackern der Strahlung innerhalb des entsprechenden Frequenzbereiches (Lichtspektrum) mit einer Wellenlänge von ca.0,8µm. Sobald die Abstrahlung der Flamme im Melder ein ausreichendes Signal erzeugt wird ein Feueralarm gemeldet. Durch Vorsatzblenden können Flammenmelder sehr genau auf einen bestimmten Überwachungsbereich ausgerichtet werden. Dieses ist für die Anwendung wesentlich, weil Flammenmelder stark auf Lichtreflexe, wie z.B. verursacht durch drehende Maschinenteile oder Spiegelreflexe reagieren.

Flammenmelder werden vorzugsweise zur Brandüberwachung in höheren Räumen bis 20m Deckenhöhe eingesetzt, wenn dort mit einem schnellen und offenen Brandverlauf gerechnet werden kann. In der Praxis findet man oft einen Kombination von Flammenmeldern mit zusätzlichen anderen Meldertypen.

Durch das Funktionsprinzip des Flammenmelders ist eine offene Montage nicht erforderlich. Diese Melder können auch in ein Gehäuse eingebaut werden, wenn z.B. die Optik des Melders durch ein Glasfenster freigelassen wird, das die infrarote oder ultraviolette Strahlung ungedämpft durchlässt.

Ein Anwendungsbeispiel sind kritische Bereiche mit hoher Staubkonzentration, in denen der Flammenmelder durch das zusätzliche Gehäuse geschützt wird. Wichtig hierbei ist das Glasfenster des Gehäuses regelmäßig zu reinigen.

Ein anderes Beispiel ist der Einsatz von Flammenmeldern in Ex-Bereichen. Hier können die Melder in spezielle druckgekapselte Gehäuse eingesetzt werden.

Rauchansaugsysteme

Rauchansaugsysteme bestehen aus Ansaugrohren und einer Detektor- oder Auswerteeinheit. In dieser Einheit wird über einen Ventilator die Luft aus den einzelnen Ansaugrohren in die Messkammer gesaugt und dort ausgewertet. Abhängig von dem Funktionsprinzip sind in der Detektoreinheit ein oder zwei punktförmige Brandmelder oder eine eigene geschlossene Messkammer integriert.

Mit dem Bohren der einzelnen Ansaugstellen kann die Lage jedes Melderpunktes, innerhalb der jeweiligen Systemgrenzen genau bestimmt werden. Bei der verdeckten Montage des Ansaugrohres z.B. in Zwischendecken, können mit Verzweigungsstücken über dünne Ansaugschläuche die Ansaugpunkte fast nicht erkennbar in die Deckenöffnung integriert werden. Die Installation eines Rauchansaugsystemes ist durch die nicht erforderliche Melderleitung relativ problemlos. Das Rohrsystem, in der Regel handelsübliches PVC-Rohr, wird über Verbindungsstücke miteinander verbunden, verklebt und mit einer Endkappe verschlossen.

Anwendungsgebiet von Rauchansaugsystemen:

- klimatisierte Bereiche (EDV-Räume, EDV-Schränke)

- Reinsträume und Laboratorien

- Räume mit hoher Wertkonzentration (z.B. Museen)

- Lagerhallen mit wechselndem Lagergut

- Produktionshallen, bei denen die Installation einer anderen Melderart einen größeren Produktionsausfall bedeuten würde.

 



Lineare Brandmelder

Lineare Brandmelder eignen sich zur Überwachung von z.B. großflächigen Hallen, hohen Räumen, Kabel- und Energiekanälen oder Räumen mit Decken, bei denen aufgrund ihrer Beschaffenheit, wie z.B. historischen Decken in Kirchen und Museen keine anderen Melder montiert werden können.

Funktionsprinzip

Der Sender sendet einen vom menschlichen Auge nicht erkennbaren Lichtstrahl zum Empfänger (vgl. Lichtschranke). Im Brandfall durchströmt der aufsteigende Rauch den Strahlenweg und der Lichtstrahl wird gedämpft, am Empfänger wird ein schwächeres Signal erkannt und ein Feueralarm ausgelöst. Auch wenn heiße Luft oder Gase, die durch ein Feuer erzeugt werden, in Höhe des Lichtstrahls auf die dort kühlere Luft treffen, verursacht die sich ergebende Turbulenz einen "Flackereffekt", der einen Alarm auslösen kann.

Beim Einbau von linearen Rauchmeldern müssen die Einstell-, Planungs- und Installationsanweisungen der Hersteller beachtet werden.

Zwischen Sender und Empfänger muss eine dauernde Sichtverbindung vorhanden sein. Es ist zu beachten, dass der Lichtstrahl nicht durch sich bewegende Gegenstände, wie z.B. Deckenkräne in Montagehallen unterbrochen wird, da dies zu Störungsmeldungen oder Falschalarmen führen kann.

Wärmepolster

Wärmepolster unter Dachflächen können verhindern, dass aufsteigender Rauch bis unter die Raumdecke und zum Brandmelder gelangt. Der Melder muss daher unterhalb eines möglichen Wärmepolsters montiert werden. Dies kann dazu führen das der vertikale Montageabstand der in der VdS 2095 angegeben ist, gegebenenfalls überschritten werden muss.

Abstand zu Wänden und Einrichtungen

Die Mittelachse des Überwachungsstrahles darf nicht näher als 0,5m zu Wänden, Decken oder Einrichtungen angeordnet werden.

Abstand zwischen Sender und Empfänger

Für lineare Rauchmelder ist bei einer gegenüberliegenden Montage ein Abstand zwischen Sender und Empfänger von max. 100m zulässig.

Der Überwachungsstrahl kann über einen Umlenkspiegel (Retro-Spiegel) geführt werden. Der Vorteil ist das Sender und Empfänger in einem Montagebausatz auf einer Wand montiert werden können. Durch den doppelten Weg den der Überwachungsstrahl zurücklegen muss wird der max. Abstand zwischen Sender und gegenüberliegender Wand (Spiegel) verkürzt. Bei dem Einsatz des größten Retro-Spiegels kann ein Abstand von max. 45m realisiert werden.



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