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Gebührenerfassung vor dem ISDN-Zeitalter

Wenn eine Telefonverbindung beendet war, hinterließ sie keinerlei Spuren.


Früher waren (in der DDR bis 1990) elektro-mechanische Vermittlungssysteme im Einsatz, um nationale und internationale Telefonverbindungen herzustellen. Am weitesten verbreitet war das System 50. In dessen Vorwählergestellrahmen waren 100 Fernsprechteilnehmer angeschlossen und somit gab es ein Zählerfeld in dem 100 elektromechanische Gebührenzähler untergebracht waren.

Wurde ein Ortsgespräch erfolgreich beendet, dann wurde auf der C-Ader ein Schwellimpuls gesendet und der Zähler "addierte" einen Impuls dazu. 

Bei Ferngesprächen wurden während des Gespräches Gebührenimpulse übertragen.

Auf der Telefonrechnung wurde nur die Anzahl der Gebührenimpulse ausgewiesen, welche mit dem Einzelpreis (20 Pfennig) zum Gesamtpreis berechnet wurden. Bis 1990 gab es in der ehemaligen DDR auch noch keine Mehrwertsteuer.

Der Telefonkunde konnte anhand der Rechnung nicht erkennen, ob er 10 Ortsgespräche oder ein Ferngespräch mit 10 Gebührenimpulsen geführt hat.

Bei Rechnungsreklamationen wurde im Nachhinein eine Zählervergleichseinrichtung angeschlossen. Damit konnte man aber Fehler, die in der Vergangenheit lagen, nicht aufspüren.

Einmal im Monat wurden die Zählerstände fotografiert. Anfangs wurden sie sogar händisch abgeschrieben. Nachdem der Film entwickelt wurde, haben fleißige Hände die Werte abgeschrieben und so in das Abrechnungssystem übertragen.

Wenn eine Telefonverbindung beendet war, hinterließ sie keinerlei Spuren, weder für Herrn Mielke noch für eine nachträgliche Reklamation.

Mit Einführung der öffentlichen ISDN-Netze Ende der achtziger Jahre war es dann möglich, alle Verbindungsdatensätze abzuspeichern. In ihnen werden Telefonnummern, Beginn- und Endezeiten und Informationen, die für technische Auswertungen benötigt werden, gespeichert.

Definition Gebühr 

Eine Gebühr ist eine öffentlich-rechtliche Geldleistung, die aus Anlass individuell zurechenbarer, öffentlicher Leistungen dem Gebührenschuldner einseitig auferlegt wird und dazu bestimmt ist, in Anknüpfung an diese Leistung, deren Kosten ganz oder teilweise zu decken.

Da heute die Telefongesellschaften keine Staatsunternehmen  mehr sind, spricht man nicht mehr von einer Gesprächsgebühr, sondern von einem Verbindungsentgelt. 

Vermittlungstechik 

 

 

 

 

 

 

 

Hebdrehwähler des Vermittlungssystems S50

links: Vorwählwergestellrahem für 100 Teilnehmer einer Großwählnebenstellenanlage (GWN)

Wenn man diese Bilder sieht, erkennt man erst einmal, welchen Quantensprung es vom klassischen Fernmeldewesen zur heutige IT-Welt gegeben hat. 

 

Mobilfunktelefon 

1952 entstanden dann die ersten regionalen A-Netze und das erste, dokumentierte Autotelefon funkte im gleichen Jahr in einem Taxi in Bremen. Es wog 16 Kilogramm und kostete ca. 15.000,00 DM (damals dreimal so viel wie ein VW Käfer). Etwa 600 Vermittler waren rund um die Uhr notwendig, um den Kontakt zu den maximal 11.000 Teilnehmern herzustellen. Das A-Netz war bis zum Jahre 1977 in Betrieb.

 

Das Fräulein vom Amt

In den (Hand-)Vermittlungsstellen arbeiteten in erster Linie junge Frauen. "Das Fräulein vom Amt" war ein typischer Beruf, welcher bis zur Hochzeit ausgeübt wurde.
Bei der Deutschen Post der DDR ging der letzte Klappenschrank im Jahr 1987 in Falkenrehde außer Betrieb.

Fernsprechamt Stettin (1892)

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